Babybrei selber machen ist einfacher, als viele denken. Du brauchst keine besonderen Geräte, nur einen Topf, einen Pürierstab und ein paar frische Zutaten. Der Vorteil: Du weißt genau, was drin ist, und kannst Sorten nach Saison wählen. Hier findest du sechs Grundrezepte, mit denen du gut durch das erste Beikostjahr kommst.
Bevor es losgeht: Die Grundregeln
- Kein Salz, kein Zucker, keine scharfen Gewürze und kein Honig
- Saubere Hände, saubere Arbeitsflächen und gründlich gewaschene Zutaten
- Gemüse schonend dünsten oder in wenig Wasser garen
- Rapsöl als Fettquelle ins Gemüse geben, es liefert wertvolle Fettsäuren
- Neue Zutaten einzeln einführen und ein paar Tage beobachten
Die Mengenangaben in den Rezepten sind Richtwerte für eine vollständige Breimahlzeit, angelehnt an gängige Empfehlungen in Deutschland. Am Anfang isst dein Baby nur wenige Löffel. Das ist völlig normal.
Die drei Mittagsbreie
1. Gemüsebrei für den Einstieg: Etwa 100 g Gemüse wie Karotte, Pastinake oder Kürbis schälen, klein schneiden und weich dünsten. Mit etwas Kochwasser fein pürieren. Zum Schluss einen Teelöffel Rapsöl unterrühren. Dieser Brei ist ideal für die ersten Tage.
2. Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei: Etwa 90 bis 100 g Gemüse und 40 bis 60 g Kartoffeln gemeinsam weich garen. 20 bis 30 g mageres Fleisch, zum Beispiel Rind oder Geflügel, separat gut durchgaren und mit dem Gemüse pürieren. Etwa 8 bis 10 g Rapsöl und 3 bis 4 Esslöffel Obstsaft oder Obstpüree dazugeben. Das Vitamin C hilft dabei, Eisen besser aufzunehmen.
3. Vegetarischer Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei: Wie Rezept 2, aber statt Fleisch etwa 10 g Getreideflocken, zum Beispiel Haferflocken, mitkochen. Gib unbedingt etwas Vitamin-C-reiches Obst dazu. Wenn du dein Baby vegetarisch ernähren möchtest, sprich mit deiner Kinderarztpraxis über eine ausreichende Eisenversorgung.
Abendbrei und Nachmittagsbrei
4. Milch-Getreide-Brei: Etwa 200 ml Milch erwärmen, 20 g feine Getreideflocken einrühren und kurz quellen lassen. 20 g Obstpüree unterrühren. Welche Milch du verwendest, ob Vollmilch, Muttermilch oder Säuglingsnahrung, besprichst du am besten mit deiner Hebamme oder Kinderärztin.
5. Getreide-Obst-Brei: 20 g Getreideflocken in etwa 90 ml Wasser aufkochen und quellen lassen. 100 g Obst wie Apfel, Birne oder Banane fein pürieren und unterrühren. Einen Teelöffel Rapsöl dazugeben. Dieser Brei enthält keine Milch.
6. Obstbrei pur: Reife, weiche Früchte wie Birne oder Banane einfach roh pürieren, Apfel vorher kurz dünsten. Als Ergänzung zu den Getreidebreien oder als Zutat in den anderen Rezepten ideal.
Vorkochen und Einfrieren
Brei lässt sich gut auf Vorrat kochen. Fülle frisch zubereiteten Brei zügig ab, lass ihn schnell abkühlen und friere ihn in Portionen ein, etwa in Eiswürfelbehältern oder kleinen Gläsern. Aufgetauten Brei erwärmst du gut durch, rührst um und prüfst die Temperatur. Reste, die dein Baby angegessen hat, wirfst du weg und frierst sie nicht erneut ein.
Wann zum Kinderarzt?
Hol dir Rat in der Kinderarztpraxis, wenn dein Baby nach dem Essen Hautausschlag, Erbrechen oder Durchfall bekommt oder nicht gut zunimmt. Bei Atemnot oder Schwellungen im Gesicht ruf sofort den Notruf 112.
Selbstgekochter Brei muss nicht perfekt aussehen. Wichtig ist, dass dein Baby neue Geschmäcker in Ruhe entdecken darf. Und wenn es mal schnell gehen muss, ist ein Gläschen aus dem Handel auch völlig in Ordnung.
