Baby baden ist für viele Eltern einer der ersten Momente, in denen das Herz ein bisschen schneller schlägt. So ein kleiner, glitschiger Mensch im Wasser? Keine Sorge: Mit guter Vorbereitung und ein paar Handgriffen wird das Bad schnell zu einem ruhigen Ritual, das ihr beide genießen könnt.
Wie oft muss ein Baby gebadet werden?
Seltener, als viele denken. Babys werden kaum schmutzig, und ihre Haut ist noch empfindlich. Für die meisten Babys reicht ein Bad ein- bis zweimal pro Woche völlig aus. Gesicht, Hände, Halsfalten und der Windelbereich werden zwischendurch einfach mit einem weichen Waschlappen und warmem Wasser gereinigt.
Ob du schon vor dem Abfallen des Nabelschnurrests baden solltest, wird unterschiedlich gehandhabt. Frag am besten deine Hebamme, was sie für dein Baby empfiehlt. Bis dahin ist eine sanfte Katzenwäsche eine gute Alternative.
Die Vorbereitung: Alles griffbereit
Die wichtigste Regel beim Baden lautet: Du verlässt dein Baby keine Sekunde, auch nicht, um schnell ein Handtuch zu holen. Deshalb legst du vorher alles bereit, was du brauchst.
- Babybadewanne oder Badeeimer, stabil aufgestellt
- Badethermometer: Das Wasser sollte etwa Körpertemperatur haben, also rund 37 °C
- Ein warmer Raum ohne Zugluft
- Ein großes, weiches Kapuzenhandtuch, am besten vorgewärmt
- Frische Windel und Kleidung
- Bei Bedarf ein paar Tropfen eines milden Badezusatzes, für die ersten Wochen reicht klares Wasser aber meist völlig
Prüfe die Temperatur nicht nur mit dem Thermometer, sondern zusätzlich mit deinem Ellbogen oder Handgelenk. Das Wasser sollte sich angenehm warm, aber nicht heiß anfühlen. Lass das Wasser nicht nachlaufen, während dein Baby in der Wanne liegt.
Schritt für Schritt durchs Bad
- Ausziehen und einwickeln: Zieh dein Baby aus und reinige bei Bedarf zuerst den Windelbereich.
- Sicher halten: Lege deinen Unterarm unter Nacken und Schultern, deine Hand umfasst dabei sanft den Oberarm deines Babys. Mit der anderen Hand stützt du den Po.
- Langsam eintauchen: Lass dein Baby mit den Füßen zuerst ins Wasser gleiten. So kann es sich an das Gefühl gewöhnen.
- Waschen: Mit der freien Hand wäschst du von oben nach unten: Gesicht nur mit klarem Wasser, dann Hals, Achseln, Hände, Bauch und zuletzt den Windelbereich.
- Kurz halten: Fünf bis zehn Minuten sind genug, damit dein Baby nicht auskühlt.
- Abtrocknen: Heb dein Baby direkt ins Handtuch und tupfe es trocken, besonders gründlich in allen Hautfalten.
Nach dem Bad: Pflege und Kuscheln
Gesunde Babyhaut braucht in der Regel keine Lotion. Wirkt sie trocken oder schuppig, sprich mit deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt darüber, welche Pflege sinnvoll ist. Viele Babys sind nach dem Bad angenehm müde. Wenn du magst, kannst du das Baden deshalb gut in eine abendliche Routine einbauen, zum Beispiel mit Eincremen bei Bedarf, Schlafanzug und einer letzten Mahlzeit.
Und falls dein Baby das Bad am Anfang lautstark ablehnt: Das ist ganz normal. Manche Babys brauchen ein paar Anläufe. Ein Badeeimer, in dem sie zusammengerollt sitzen wie im Bauch, oder gemeinsames Baden mit dir in der großen Wanne kann helfen. Dann sollte aber eine zweite Person beim Ein- und Aussteigen dabei sein.
Darauf solltest du achten
Achte darauf, ob dein Baby blass wird, zittert oder sich die Lippen bläulich färben. Dann ist es Zeit, das Bad zu beenden und dein Baby warm einzupacken. Auffällige Hautveränderungen, nässende Stellen oder ein Ausschlag, der nicht weggeht, gehören in die Hände deiner Kinderärztin oder deines Kinderarztes.
Mit jedem Bad wirst du sicherer, versprochen. Nach ein paar Wochen sitzen die Handgriffe, und aus dem aufregenden Pflichttermin wird oft eine der schönsten gemeinsamen Zeiten des Tages.
